1. Implementierung des neuen Projekts des Interkulturellen Promotoren-Programms

Bundesweit stärken bereits mehr als 140 Promotor*innen mit ihrer Arbeit das zivilgesellschaftliche Engagement für eine sozial gerechte und global nachhaltige Entwicklung. Sie beraten und vernetzen zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen, die sich in der Eine-Welt-Arbeit engagieren und initiieren Projekte und Aktionen, mit denen sie Alternativen für eine zukunftsfähige Gesellschaft aufzeigen.

Einen besonderen Schwerpunkt legt das Interkulturelle Promotoren-Programm in Nordrhein-Westfalen: In sechs Regionen unterstützen und qualifizieren die interkulturellen Promotor*innen das entwicklungspolitische Engagement zu den Themen Flucht und Migration. Sie vernetzen und qualifizieren bestehende Eine Welt Initiativen und migrantisch-diasporische Organisationen, tragen gemeinsam die globalen Hintergründe von Flucht und Migration in die Öffentlichkeit und zeigen neue Perspektiven auf.

Ziel der interkulturellen Erweiterung ist, die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte zu stärken. Durch ihr Engagement vermitteln sie ein differenziertes Bild der komplexen Thematik und tragen zu einer offenen Gesellschaft bei.

Herr Dr. Felin Twagirashyaka  ist der interkultureller Promotor für die Region Münster.

Er ist unter folgender Adresse zu erreichen:

Nerzweg 9

48157 Münster

Telefon: 0251 24 62 63

Fax:  0251 24 62 79

Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

http://www.iriba-brunnen.de/

Als interkultureller Promotor vernetzt er Migrant*innen, Geflüchtete und verschiedene migrantische Selbstorganisationen (MSO) in der Region. Er setzt sich dafür ein, dass die globalen Hintergründe von Flucht und Migration in der breiten Öffentlichkeit stärker und wirkungsvoller als bisher thematisiert werden, indem er mit Wohlfahrtsverbänden, Kommunen und anderen Akteuren kooperiert. Er vernetzt und vermittelt Referent*innen für Veranstaltungen und Workshops in Bezug auf entwicklungspolitische Themen. In der Zusammenarbeit mit dem Programm „Bildung trifft Entwicklung“ des Eine-Welt-Netzes NRW bietet er verschiedene Bildungsveranstaltungen an, speziell in Schulen, und darüber hinaus in außerschulischen Bereichen und in Gemeindeeinrichtungen. Er unterstützt Initiativen in der Region, welche die Teilhabe von Migrant*innen/Geflüchteten und ihr Engagement in der Eine-Welt Arbeit fördern. Außerdem organisiert er mit MSO und anderen Akteuren interkulturelle Veranstaltungen zur Völkerverständigung, um Vorurteile abzubauen und Extremismus, Populismus und Rassismus entgegenzuwirken.

 

Das Interkulturelle Promotoren-Programm wird durch das Eine Welt Netz NRW koordiniert und vom Land NRW gefördert.

Mehr Informationen zu allen Promotor*innen in NRW finden Sie auf der Seite des Eine Welt Netz NRW: www.eine-welt-netz-nrw.de.

Mehr Informationen zum bundesweiten Promotoren-Programm finden Sie unter: www.einewelt-promotorinnen.de.

 

   

 

2.   Musik- und Tanz für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.     

Musik erlaubt Vielfalt. Das Projekt hat zum Ziel durch musikalische Aktivitäten (zusammen singen, musizieren, tanzen und spielen) das friedliche Miteinander zwischen Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und Einheimischen zu fördern. Die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen mit Migrationswurzeln ist durch multiple Problemlagen gekennzeichnet. Das Musikprojekt mit fachlicher Förderung zielt darauf ab, die sozial-kommunikativen Fähigkeiten zu erhöhen. Das Angebot ermöglicht es Kindern und Jugendlichen ihre Talente in einem vertrauten und sicheren Rahmen zu erproben und auszubauen und so ihr Selbstvertrauen zu fördern.

Nach mehreren Treffen sollen die Teilnehmer*innen eine Musikgruppe bilden, die aus Tänzer*innen und Sänger*innen bestehen soll. Während den Treffen soll gemischte Weltmusik vermittelt werden, die einerseits Vielfalt vermittelt, die jedoch durch die gemeinschaftlichen Aktivitäten auch eine Stärkung des Gemeinschaftsgefühls mit sich bringt. 

Neben den genannten Effekten leistet das Projekt einen Beitrag zur:

Prävention stressbedingter psychischer und physischer Erkrankungen durch Spaß an Musik und Tanz.

Gewaltprävention: Ein weiteres Ziel des Projektes ist das Angebot einer zusätzlichen, sinnvollen und erfüllenden Freizeitbeschäftigung außerhalb der Schule – fernab von Bewegungsmangel und übermäßigem Medienkonsum. 

Am Ende des Projekts sollen die Kinder und Jugendlichen in der Lage sein, gelernte Stücke mit Tanz und Gesang präsentieren zu können. 

Die Methoden, die in der Arbeit mit den Teilnehmer*innen verwendet werden sind:

·         gemeinschaftliches Lernen in der Gruppe

·         Kennenlernen anderer Kulturen durch schöne gemeinschaftliche Erlebnisse 

Die regelmäßige Teilnahme an Proben ist eine Voraussetzung für ein erfolgreiches Gelingen. Die Gruppe soll nach Ende des Projektes fortbestehen. Bei der Betreuung der Teilnehmenden werden vor allem Personen mit Migrationshintergrund eingesetzt. Hierbei wird ein zusätzlicher Beitrag zur Partizipation von MigrantInnen im Sozial-, Kultur- und Bildungsbereich geleistet.

3.   Sprachen

a.     Erlernen der Muttersprache

Sprachkompetenz gilt als wesentliche Voraussetzung für den schulischen und beruflichen Erfolg eines jeden Gesellschaftsmitgliedes. Dabei soll nach Möglichkeit auch die Muttersprachförderung integriert werden.

Eine ausgeprägte muttersprachliche Kompetenz neben der fremdsprachlichen Kompetenz erlaubt Menschen die Fähigkeit zur Integration und kreativen sowie angemessenen Reaktion in unterschiedlichen gesellschaftlichen und kulturellen Kontexten. Diese Fähigkeit stärkt das Selbstvertrauen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund und trägt somit langfristig auch zur Stabilität der Gesellschaft bei. Ein weiterer Vorteil des Erlernens und Ausbaus der Muttersprache ist für junge Menschen die Möglichkeit zur späteren Rückkehr in ihre Herkunftsländer, wo sie sich dann, ebenso wie in Deutschland, problemlos verständigen können.

Darüber hinaus ist das angestrebte Angebot zum Erlernen afrikanischer Sprachen eine Neuheit in Münster, die allen Interessent*innen offen steht und damit ebenfalls zum gegenseitigen Verständnis und Abbau von Berührungsängsten beitragen wird.Folgende Sprachen werden  angeboten:

 

Sprache

Kinyarwanda

Twi

Swahili (Ost-Afrika)

Lingala

Wo werden die Sprachen gesprochen ?

Ruanda

Burundi

Ghana

Kenya,

Tanzania,

Ruanda,

Uganda,

Burundi,

Somalia

Demokr. Rep. Kongo

Angola

Rep. von Kongo

 

 

 

Bei diesen Sprachkursen sind auch weitere Interessierte herzlich willkommen. Dies könnte z.B. auch eine gute Vorbereitung für eine Reise in ein afrikanisches Land sein.

 

b.    Deutsche Sprache

Für Migrant*innen und Geflüchtete ist die deutsche Sprache das A und O für ihr Leben in Deutschland, sowie auch in unserer Region. Sie müssen diese Sprache lernen, sofort nachdem sie in der Region ankommen. Der Vorstand des Vereins kümmert sich auch darum , wie deutsche Kursangebote organisiert werden, insbesondere für diejenigen, die noch keinen Anspruch auf Integrationskurse haben.

Der Verein Iriba – Brunnen soll zur Kulturverständigung beitragen, indem Kinder und Jugendliche ihre Herkunftskultur und die deutsche Kultur gut kennenlernen und miteinander verbinden können.

4.   Sozialberatung

Innerhalb des Vereins bieten wir ein Beratungsangebot insbesondere für Frauen mit Migrationshintergrund an. Dieses Angebot steht allen Frauen offen - unabhängig von ihrem sozialen Status, ihrer Konfession und ihrer Nationalität. Unsere Mitarbeiter*innen kennen sich gut aus mit den spezifischen Problemen von Frauen mit Migrationshintergrund, weil die meisten von uns selbst einen Migrationshintergrund haben und somit die Herausforderungen, die einem somit begegnen, gut kennen. Die Frauensozialberatung soll als Aufklärungs- und Beratungsstelle dienen, jedoch auch ein Forum für Frauen sein, in dem sie sich austauschen und ihre alltäglichen Probleme schildern können. 

Das Beratungsangebot von Iriba – Brunnen e.V. findet in Kooperation mit anderen Institutionen statt, die für die soziale Integration von Frauen zuständig sind. Wir möchten uns integrieren in das System vernetzter sozialer Hilfen und bieten Beratungen an, zum Beispiel bei: 

·         gesundheitlichen Beeinträchtigungen

·         wenn die Decke auf den Kopf fällt

·         Frauen, die nicht mehr Ein noch Aus wissen 

5.    Organisation des Fests der Vielfalt.

Einmal im Jahr veranstaltet Iriba-Brunnen e.V. das Fest der Vielfalt. Iriba-Brunnen e.V. hat beschlossen jedes Jahr das Fest im Rahmen der interkulturellen Förderung zu feiern.

Unsere Aufgaben dabei sind die Förderung des Gemeinschaftsgefühls unter der Bevölkerung aus dem Münsterland. Dadurch können wir Rassismus bekämpfen.

Iriba-Brunnen ist von Menschen mit deutscher Herkunft und von Menschen mit Migrationshintergrund geprägt.

Das Fest der Vielfalt ist die Gelegenheit sich über die Vielfalt zu informieren und aktiv zu  werden.

Aus diesem Grund laden wir alle herzlich ein mitzumachen, die sich für ein besseres, verständnisvolles Miteinander engagieren möchten.

 

Die Inhalte der Veranstaltung:

Dieses Fest wird mit interkulturellen Angeboten, wie Musik, Theater, Tänze, Modenschau, Trommeln, Kunstaustellungen, Essen von verschiedene Kulturen und Austausch unter Menschen, sowie Vorträge über entwicklungspolitische Themen gefeiert.

Zielgruppe

Herzlich eingeladen sind alle Generationen, jung und alt, Menschen aus der Politik, aus der Kirche und anderen Gesellschaften, die Interesse an interkultureller Begegnung haben und einem Austausch mit Menschen aus verschiedenen Kulturen haben.

Unser Motto ist: „Zusammen sind wir stark“.

In einer vielfältigen Gesellschaft möchte Iriba e.V. einen Beitrag leisten und das friedliche Miteinander durch die Angebote unterstützen.